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Die RTL Group wurde offenbar Opfer einer Cyberattacke. Wie Cybernews berichtet, brüstet sich ein Cyberkrimineller namens LuneBF mit gestohlenen Daten von mehr als 27.000 Mitarbeitern der Mediengruppe. In seinem Darknet-Post behauptet der Angreifer, sich Zugriff auf die Intranet-Website der RTL Group verschafft zu haben.
Als Beweis für den Angriff stellt er eine Stichprobe mit 100 Datensätzen zur Verfügung, die Mitarbeiter der RTL Group und ihrer Tochtergesellschaften wie Fremantle und M6 betreffen soll. Zu den geleakten Informationen zählen demnach vollständige Namen, E-Mail-Adressen, arbeitsplatzbezogene Postadressen sowie private und beruflich genutzte Rufnummern.
Keine Kundendaten betroffen
Der Medienkonzern hat den Vorfall gegenüber Cybernews bestätigt. „Nach unserem aktuellen Kenntnisstand ist es unwahrscheinlich, dass Kundendaten betroffen sind“, erklärte ein Sprecher. Die Untersuchung sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Weitere Details zu dem Angriff gibt es bisher nicht.
Warnung vor Angriffsfolgen
Security-Experten warnen nun davor, dass das Leck massive Folgen für die dort beschäftigten Journalisten haben könnte. Mit den gestohlenen Kontaktdaten ließen sich zum Beispiel gezielte Phishing- oder Social-Engineering-Attacken durchführen. Noch schlimmer: Investigativjournalisten, die zu kritischen Themen recherchieren, könnten ins Visier von staatlichen oder kriminellen Akteuren geraten. Ein erfolgreicher Angriff auf ihre Geräte könnte Quellen enttarnen, unveröffentlichtes Material gefährden und laufende Recherchen behindern.